Schutz des industriellen Erbes – Konferenz

Sehr geehrte Damen und Herren,

In den letzten Jahren ist das Interesse am Schutz und der Aufrechterhaltung des industriellen Erbes sowohl in Europa als auch in Polen gestiegen. Die schnelle wirtschaftliche Entwicklung Polens nach dem Jahr 1990 führte zu bedeutenden Änderungen in der Wirtschaft. Infolge der wirtschaftlichen Transformation sowie der Aussetzung der polnischen Wirtschaft gegenüber Konkurrenzprozessen und dem freien Markt erfolgte ein Abstieg ganzer Industriezweige.

Fast gänzlich untergegangen ist die Textilindustrie mit langjähriger Tradition, ähnlich verhält es sich mit dem Bergbau, teilweise auch mit der Maschinenindustrie. Von den entfernten Produktionstraditionen sind Objekte und Anlagen einstiger Fabriken übergeblieben. Diese materiellen Zeugnisse der früheren Entwicklung wurden zerstört, umgebaut oder liquidiert und machten neuen Funktionen Platz. Das Tempo der Liquidation, nicht nur einzelner Betriebe sondern ganzer Branchen, war so schnell, dass es nicht einmal einzelne Spuren der einstigen Industrietraditionen übergelassen hat.

In Niederschlesien, wo die Textilindustrie während der letzten drei Jahrhunderte der dominierende Wirtschaftszweig war, ist kein einziges Museum erhalten, das die Geschichte dieser Branche dokumentiert. Es sind nicht viele Einrichtungen entstanden, die die Hütten-, Maschinen-, Landwirtschaft- und Produktionsindustrie dokumentieren. Die letzten Jahre brachte eine Reihe von Projekten, deren Ziel der Schutz und vor allem die Anpassung von postindustriellen Objekten an neue Ziele war. Die Art und Qualität der Vorbereitung der Schutz-, Restaurierungs- und Anpassungsprojekte der Objekte ist das Thema der organisierten Konferenz. An ausländischen und inländischen Beispielen werden verschiedene Beispiele des Schutzes und der erneuten Interpretation von Technikdenkmälern präsentiert.

Die Veranstalter haben Experten aus dem Bereich des Denkmalschutzes, Investoren, die Vorhaben zum Schutz des industriellen Erbes finanzieren sowie Experten, die die besten Praktiken im Bereich des Schutzes und der Anpassung von Technikdenkmälern präsentieren werden, eingeladen.

Die Absicht der Veranstalter ist die Verbreitung der Ideen des Schutzes von industriellem Erbe durch die Präsentation und Analyse der besten Lösungen.

Rahmenprogramm:
Die Beratungen werden am 13. Juni im Zinkwalzwerk in Szopienice, das zu Zwecken des Museums für Zinkgeschichte angepasst wurde, abgehalten.

10.00 Begrüßung der Teilnehmer: Selbstverwaltungsvorstände, Vertreter von Mitarbeitern, Vertreter der Veranstalter,
10.15-10.45 dr Eufrozyna Piątek, Einfluss der Industrie auf die wirtschaftliche Entwicklung Schlesiens.
10.45-11.15 prof. Bolesław Orłowski, Bedarf nach Schutz von industriellem Erbe
11.15-11.45 inż. Stefan Kmiecik, 110 Jahre Zinkwalzwerk in Szopienice
11.45-12.15 Kaffeepause
12.15-12.45 dr Piotr. Gerber, Formen des Schutzes von industriellem Erbe.
12.45-13.15 dr Stefan Kaiser, Industriegeschichte Schlesiens in den Sammlungen des Oberschlesischen Landesmuseums in Rattingen
13.15-13.45 mgr Piotr Rygus, Geschichte des Konzerns Georg Giesche Erben
13.45-14.45 Lunch und Besichtigung des historischen Zinkwalzwerks, geführt von einstigen Mitarbeitern des Walzwerks sowie Mitgliedern der Gesellschaft zugunsten der Entstehung des Zinkhüttenmuseums in Katowice-Szopienice
14.45-15.15 dr. Adam Hajduga, Formen der Förderung von industriellem Erbe, die von der Selbstverwaltung der Woiwodschaft Schlesien umgesetzt werden.
15.15-15.45 prof. Łukasz Gaweł, Postindustrielles Erbe und Erfahrungsmarkt,
15.45-16.00 mgr arch. Paulina Słocimska, Architektonisches Konzept des Zinkhüttenmuseums in Szopienice